Der gewalttätige Angriff auf einen Juden am Montag, den die SP aufs Schärfste verurteilt, steht im Kontext einer besorgniserregenden Zunahme rassistischer Gewalt gegen Religionsgemeinschaften in der Schweiz. Dazu zählen auch antimuslimisch motivierte Vorfälle wie der Angriff auf eine Moschee in Schwamendingen letzten Donnerstag, bei dem Eier auf das Gebäude geworfen wurden. Betroffene berichten zudem von gezielten vandalischen Akten an Wohnhäusern von muslimischen Personen. Körperliche Angriffe haben eine deutlich schwerwiegendere Dimension. Gleichzeitig müssen auch Sachbeschädigungen mit rassistischer Absicht entschieden verurteilt werden.
Solche Taten, unabhängig davon, gegen wen sie sich richten, sind Ausdruck von Ausgrenzung und Einschüchterung. Die SP ist der Meinung, dass wir Rassismus als gesellschaftliches Problem erkennen und klare Worte finden müssen: Rassismus, antimuslimischer Hass, Antisemitismus und jede andere Form von Menschenfeindlichkeit haben keinen Platz in unserer Bevölkerung. Nicht auf der Strasse und nicht in politischen Debatten.
Solche Vorfälle gilt es klar zu verurteilen und ernst zu nehmen. Sichtbarkeit ist dafür eine zentrale Voraussetzung. Darum braucht es eine kontinuierliche Berichterstattung über rassistische Übergriffe. Hier stehen auch die Medien in der Verantwortung, solche Vorfälle konsequent aufzugreifen. Beim Angriff auf die Moschee in Schwamendingen ist diese Aufmerksamkeit leider weitgehend ausgeblieben.