Rund 300 Mieter:innen an der Hard- und Eichbühlstrasse in Zürich haben vergangene Woche die Kündigung erhalten. Die Wohnungen, in denen viele der Familien über 30 Jahre gewohnt haben, sollen saniert werden. Alle Mieter:innen werden dafür auf die Strasse gestellt, vielen von ihnen droht die Verdrängung aus der Stadt.
Der Vorgang ist ein Paradebeispiel für die Wohnkrise in Zürich. Statt die Häuser sanft und mieter:innenfreundlich zu sanieren, versuchen institutionelle Immobilieneigentümer ihre Rendite mit einer Leerkündigung zu maximieren. SP, Grüne und Alternative Liste verurteilen diese und rufen die Eigentümerschaft, die Musikvertrieb AG, dazu auf, die Leerkündigungen zurückzunehmen, notwendige Sanierungen sozialverträglich durchzuführen und auf kostentreibende Grundrissänderungen zu verzichten.
Auch Stadt muss aktiv werden
Ausserdem fordern die Parteien die Stadt Zürich dazu auf, alle Hebel zu nutzen, um die Mieter:innen zu unterstützen. Sie soll mit der Eigentümerschaft zeitnah das Gespräch suchen und eine sozialverträgliche Lösung einfordern. SP, Grüne und AL sind auch der Ansicht, dass die Stadt einen Kauf der Häuser prüfen muss, wenn die Eigentümerschaft nicht bereit ist, auf die Leerkündigung zu verzichten, um eine sozialverträgliche Lösung zu ermöglichen.
