Die erste Initiative will in der Gemeindeordnung verankern, dass bis 2040 ein Drittel des in der Stadt Zürich verbrauchten Stroms aus lokaler Solarenergie stammt. Das entspricht rund 900 Gigawattstunden pro Jahr. Heute sind es erst 76 Gigawattstunden – obwohl das Bundesamt für Energie das Solarpotenzial in Zürich auf über 1100 Gigawattstunden schätzt.
«Das bisher von der FDP geführte Departement der Industriellen Betriebe darf beim Solarausbau nicht länger bremsen. Als eine der reichsten Städte der Welt muss Zürich bei den erneuerbaren Energien vorangehen», sagt SP-Gemeinderätin Anna Graff.
Die Initiativen stärken nicht nur den Klimaschutz, sondern auch die Versorgungssicherheit. Statt in Stromproduktion im Ausland zu investieren, soll Zürich mehr Energie dort erzeugen, wo sie verbraucht wird.
«Lokaler Solarstrom schützt das Klima, macht uns unabhängiger und entlastet das Stromnetz. Zürich muss dieses Potenzial endlich nutzen», sagt AL-Gemeinderat Christian Häberli.
Es muss vorwärts gehen beim Solarstrom
Die zweite Initiative fordert einen Rahmenkredit von 750 Millionen Franken bis 2040. Damit soll die Stadt Solaranlagen auf eigenen Gebäuden und Infrastrukturen erstellen, zusätzliche Dächer und Fassaden dazu mieten, durch Unterstützungsmassnahmen Hauseigentümer:innen motivieren, ihr ganzes Solarpotential auszunutzen und lokale Energiespeicher fördern.
«Zürich hat das Geld, das Potenzial und die Verantwortung, beim Solarstrom vorwärts zu machen», sagt Grünen-Gemeinderat Dominik Waser.
